Du bist wundervoll.

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Du bist es wert, dass du dir selbst die Krone auf den Kopf setzt und an dich glaubst.
Du bist stark und mutig, selbständig und wunderschön.
Du bist einzigartig auf dieser Welt.
Du bist autark und gehst deinen ganz eigenen Weg.
Du stehst zu dir selbst, auch wenn der Wind in die andere Richtung bläst.
Du kannst toben und weinen, lachen und tanzen.
Du stehst hin und sagst: Ich weiss nicht weiter.
Du rappelst dich auf und stellst fest: Irgendwie geht es doch.
Du spendest Trost, wenn jemand ihn braucht.
Du freust dich mit, wenn andere etwas zu feiern haben.
Du reflektierst dich jeden Tag und hinterfragst dein Tun.
Du willst ein Leben leben, das dir entspricht.
Nicht eines, das die Gesellschaft von dir erwartet.
Du bist Frau, Heldin, Abenteurerin, Freundin, Gefährtin.
All das und noch viel mehr vereinst du in dir.

Und doch …
Bist du selbst dein schärfster Kritiker.
Bist du selbst dein grösster Richter.
Stehst du oft da und hast das Gefühl, du bist nicht genug.
Glaubst du, dass es noch dieses und jenes Zertifikat braucht.
Damit du tun kannst, was du tun möchtest.
Bist du voller Zweifel und siehst nicht, was du alles schon geschafft hast.
Siehst du Mängel, wo andere schon lange ihre Medaille abholen würden.
Treibst du dich an, noch mehr zu tun und noch besser zu werden.

Dabei …
Hast du alles in dir, was du brauchst.
Du bist fantastisch, grossartig und so vieles mehr.
Du bist die Muse, nach der du suchst.
Mit deiner Art, mit deinem Wesen, mit deinem Sein.
Du bist die Quelle deiner Ideen und Träume.
Denk immer daran: Du bist die Königin in deinem Reich.
Heute. Morgen. Immer.

Es ist ok, Angst zu spüren

Du atmest flach, stossweise. Dein Puls rast und dein Herz klopft wie wild und scheint demnächst komplett aus dem Takt zu geraten. Gleichzeitig spannt sich ein eiserner Ring um deinen Brustkorb und droht dich zu erdrücken. Flackernder Blick, schweissnasse Hände. Tausend Gedanken, die dich blockieren und der Boden tut sich auf. Dein Denken wird irrational, unsachlich, zwingt dich in die Knie und lässt dich erstarren.  Continue reading

Er … warten

Manchmal, da erweist man Menschen einen Dienst, tut ihnen einen Gefallen. Unterstützt sie in einer schwierigen Situation oder öffnet Tür und Tor für lukrative Geschäfte. Das tut man, weil man will. Sei es im Privaten oder im Beruflichen. Ich gehör auch zu den Menschen, die unglaublich gerne Türen öffnen. Und ungeheuer gerne geben. Diese Weltretter-Mentalität hockt irgendwie in meinen Genen. Dabei bin ich weder berechnend noch tue ich etwas, weil ich eine Gegenleistung dafür erwarte. Sondern schlicht und einfach, weil ich will. Eigentlich … Continue reading

Heute bin ich kein Freeclimber

Ich schau mir oft und gerne YouTube-Filme passionierter Kletterer an. Wie sie an einem Finger am Abgrund hängen und es dabei noch schaffen, in die Kamera zu grinsen. Wie sie behände und flink, einen Zug nach dem anderen, die Felswände erklimmen. Mich begeistert die Wendigkeit, die mentale Stärke, der Fokus, das unglaubliche Körpergefühl, das solche Menschen in sich tragen. Es fasziniert mich, wozu ein Mensch fähig ist, wenn er wirklich will. Grenzen setzt man sich im Kopf, heisst es… Continue reading

Wetterwechsel

Eine Dame in meinem Alter. Die Haare etwas zu sehr blondiert. Die dunklen Augenbrauen stehen wie Gewitterwolken über ihren warmen braunen Augen. Der Lippenstift harmoniert mit der Farbe ihrer knallpinken Arbeitsbluse und macht das Barbie-Klischee perfekt. Noch bevor ich meine Füsse und schweissnassen Hände richtig auf dem Zahnarztstuhl drapiert habe, ist mein Urteil beschlossene Sache. Ich lese den Namen auf dem Schild und höre das leicht akzentuierte Deutsch – und meine ach so grossherzige Gesinnung verschwindet im Dickicht der Instrumente, die da bedrohlich auf ihren Einsatz warten. Continue reading

Unterwegs

Unterwegs – das bin ich gerne. Mein erster Gedanke heute in der Früh. Ich sitz da, schlürfe meinen Kaffee und frage mich, warum wir «unterwegs» sagen. Müsste es nicht «überwegs» heissen oder «aufwegs». Denn, unter gehen wir selten bis gar nie. Obwohl es sich vielleicht hin und wieder so anfühlt als ob… Am Ende des Tages gehen wir auf dem Weg oder über den Weg. Unter den Weg schaffen es Menschen, die unter Tag arbeiten – im Kohlewerk, in einer Miene, im Tunnelbau.

Wie komm ich überhaupt dazu, gleich nach dem Aufstehen gedanklich bereits wieder unterwegs zu sein. Die Antwort ist simpel. Man hat mich auf den Namen meines Blogs angesprochen. «Bergzicke». Und teilte mir mit, dass ich ihm, dem Blog, vielleicht einen total falschen Namen gegeben hätte… Die «Zicke» nach dem Berg verleitet zu dieser Aussage. Ich fühle mich – franchement – etwas gebauchpinselt, dass man mich nicht so wahrnimmt. Warum «Zicke»? Nun gut, zum einen nannte man die Ziege früher wirklich Zicke. Und die Vierbeiner sind geländegängig und meistens draussen unterwegs. Da sind schon Parallelen auszumachen. Zum anderen aber auch, weil ich nicht ausschliesslich gut gelaunt, freudig, humorvoll und charmant durchs Leben gehe. Ich habe meine dunklen Momente. In denen ich mich verliere, schlechte Laune habe, gereizt, rastlos und ruhelos bin. Und wenn mir dann jemand auf die Pelle rückt, dann wird auch aus mir eine Zicke. Ist das schlecht, verwerflich? Oder schlicht und einfach menschlich? Hin und wieder entgleisen mir die Gesichtszüge und auch die Worte. Dabei werde ich nicht ausfällig oder gemein. Wie sagt man so schön «C’est le ton qui fait la musique». Ich wechsle dann halt in eine disharmonische Tonlage. Eine Eigenheit, auf die ich nicht sonderlich stolz bin. Ich finde es nicht lässig, wenn ich mal wieder PMS-mässig durch die Gegend donnere. (Nein, das M ist kein Schreibfehler. Zumindest die Damen unter euch wissen, wovon ich schreibe.) Und trotzdem, gehört auch dieser Teil zu mir. Vielleicht kann man das so sehen: Die Geige allein mag für viele kein Genuss sein. Ist sie jedoch Teil eines Orchesters, wird in eine Komposition eingebettet und trägt dazu bei, dass aus einzelnen Fragmenten das Grosse Ganze wird, dann will man nicht auf ihren Klang verzichten. Soll ich aus der Zicke jetzt eine Geige machen?

Freunde

Sie lachen mit mir, hemmungslos und grundlos.
Sie können entspannt schweigen und damit mehr sagen, als Worte es manchmal vermögen.
Sie nehmen mich in den Arm und geben mir Geborgenheit.
Sie rücken mir den Kopf zurecht, wenn ich ihn verloren habe.
Sie sind kritisch, ohne mich zurechtzuweisen.
Sie geben mir einen liebevollen Arschtritt, wenn ich selber nicht vom Fleck komme.
Sie kratzen mich vom Pflaster, wenn ich geplättet am Boden liege.
Sie setzen mich Stück für Stück wieder zusammen, wenn ich mich selbst demontiert habe.
Sie hören sich tausend Mal die gleiche Story an und sind noch immer nicht gelangweilt.
Sie lachen lauthals über meine Witze, wenn sonst niemand lacht.
Sie nehmen mich einfach, so wie ich bin.
Sie akzeptieren meine Schwächen besser, als ich es manchmal kann.
Sie freuen sich über meine Erfolge nachhaltiger, als es mir ab und an gelingt.
Sie reichen mir das Taschentuch, wenn ich Rotz und Wasser heule.
Sie stellen mir die richtigen Fragen, ohne mich zu hinterfragen.
Sie lachen mit mir gemeinsam über mich, ohne sich lustig zu machen.
Sie wertschätzen mich, ohne dass ich etwas dafür leisten muss.
Sie freuen sich über meine Gesellschaft, einfach weil ich ich bin.
Sie haben eine eigene Meinung und akzeptieren die Meine.
Sie führen ihr Leben und lassen mich meines leben.
Sie sind da, auch wenn ich sie manchmal wochenlang nicht sehe.
Sie akzeptieren meine Entscheidungen, auch wenn sie sie nicht verstehen.
Sie lieben mich, ohne Bedingungen zu stellen.

Ich bin unendlich dankbar, dass sie da sind. Dass sie mich begleiten.
Auf meinem Weg, mir selber mein bester Freund zu sein.

Was bleibt, wenn du gehst?

Jede Liebe die endet, ist wie ein kleiner Tod. Manche sterben diesen Tod nur einmal in ihrem Leben, weil sie entweder die eine, grosse Liebe gefunden haben – was ich für jedes Paar hoffe, das Seite an Seite lebt. Oder, weil sie zu bequem sind, um aus einem unbequemen Leben auszusteigen – was vermutlich häufiger der Fall ist, als man sich wünscht. Andere hingegen sterben mehrmals. Manchmal theatralisch, manchmal still und leise. Man sollte meinen, mit den Jahren etwas gelassener, ruhiger, abgeklärter zu werden, wenn es um Liebesdinge geht. Doch, unterm Strich bleibt das Drama das Gleiche. Man zerpflückt. Jedes. Einzelne. Detail. In Fragmente. In Millimeterarbeit.  Continue reading