Stotzigen Firsten oder trotziger Firsten?

Gallery

This gallery contains 8 photos.

Welche Tour bietet sich an, wenn die Lawinenstufe auf 3 ist? Mir fällt spontan der Stotzigen Firsten ein. Ein Tourenklassiker, der auch bei schwierigen Verhältnissen gut machbar ist: Gipfelbuch, der Tourenführer und die Karte mit den Hangneigungen helfen beim Entscheid. … Continue reading

Rundwanderung Vogorno – Vogorno

Gallery

This gallery contains 10 photos.

Wir schreiben den 28. Oktober 2017. Das Wetter in der Deutschschweiz ist schon  etwas kühler, die Sonnenstube lockt für Ausflüge. So auch das Verziascatal. Wir haben auf unserer Rundwanderung von Vogorno nach Vogorno (1180hm, 5.30h) die südliche Schweiz von ihrer … Continue reading

Es ist nicht immer, wie es scheint.

Madeleine und Vincent nehmen sich ein paar Tage. Freie Tage. Mit Ausspannen vom Anspannen. Ganz viel Loslassen und alles Sein lassen. Soviel Zeit für nichts. Das gönnen sie sich hin und wieder. Eigentlich jährlich. Für drei, vier Tage. Da öffnen sie ihr Kässlein, in das sie tagein, tagaus das Münz aus dem Portemonnaie reinschmeissen und sammeln. Es kommt was zusammen in all den Tagen übers Jahr.

Jetzt sind sie also wieder weg. Im Kurztripurlaub auf Lanzarote. Vier Tage nichts mehr als Meer. Aber auch nicht weniger. Drei Tage Liegestuhl und Sonnenbad. So wie sie es mögen. Beide die Nasen in Bücher gesteckt. Abends beginnt die Grosswildjagd. Dafür muss man schliesslich vorbereitet sein. Der Speisesaal öffnet um sieben seine Türen. Die ersten ergattern die leckersten Häppchen. Wer zu spät kommt, geht leer aus. Könnte man meinen. Madeleine und Vincent jagen an vorderster Front. Hetzen an ihren Tisch. Starren auf ihre Teller und verschlingen ihre Nahrung, als ob es kein Morgen gäbe.

«Siehst du die Frau da drüben am Tisch. Die da so alleine sitzt?»
Er hebt den Kopf nur ungern von seinem Antipasti-Teller.
«Wo?»
«Da drüben, die da am Fenster.»
«Ach ja, jetzt sehe ich sie.»
«Ist das nicht traurig?», ihre Stimme verrät grosses Mitleid.
«Was denn?»
«Naja, es gibt doch nichts schlimmeres, als abends alleine im Restaurant zu sitzen. Sie sieht doch unheimlich traurig aus. Das ist mir gestern schon aufgefallen.»
«Ja, du hast recht. Das ist wirklich übel. Aber warum fährt sie denn auch alleine in Urlaub? Das macht man doch nicht. Gut, vielleicht ist sie ja Single. Obwohl, so übel sieht sie gar nicht aus…»
«Vermutlich ist sie so kompliziert, dass sie keinen abbekommen hat. Oder keiner bei ihr bleiben wollte», fällt sie ihm ins Wort.
Der Zufall will es, dass man sich am nächsten Tag am Strand begegnet. Liegestuhl an Liegestuhl, quasi.
«Entschuldigen Sie…», beginnt Madeleine schüchtern.
«Ja?», kommt es überrascht vom Nachbarsstuhl.
«Ich will ja nicht unverschämt sein. Aber, darf ich Sie etwas fragen …?»
«Natürlich. Jetzt machen Sie mich neugierig», entgegnet die Unbekannte.
«Ist das nicht schrecklich traurig für Sie. Abends so einsam am Tisch zu sitzen und zu essen?»
«Oh, jetzt kommen Sie mir zuvor. Ich habe Sie und Ihren Mann die letzten zwei Abende beobachtet. Und genau dasselbe wollte ich Sie auch fragen. Wollen sich Sie nicht heute Abend zu mir setzen?»

Du bist wundervoll.

Photo by Morgan Sessions on Unsplash

Du bist es wert, dass du dir selbst die Krone auf den Kopf setzt und an dich glaubst.
Du bist stark und mutig, selbständig und wunderschön.
Du bist einzigartig auf dieser Welt.
Du bist autark und gehst deinen ganz eigenen Weg.
Du stehst zu dir selbst, auch wenn der Wind in die andere Richtung bläst.
Du kannst toben und weinen, lachen und tanzen.
Du stehst hin und sagst: Ich weiss nicht weiter.
Du rappelst dich auf und stellst fest: Irgendwie geht es doch.
Du spendest Trost, wenn jemand ihn braucht.
Du freust dich mit, wenn andere etwas zu feiern haben.
Du reflektierst dich jeden Tag und hinterfragst dein Tun.
Du willst ein Leben leben, das dir entspricht.
Nicht eines, das die Gesellschaft von dir erwartet.
Du bist Frau, Heldin, Abenteurerin, Freundin, Gefährtin.
All das und noch viel mehr vereinst du in dir.

Und doch …
Bist du selbst dein schärfster Kritiker.
Bist du selbst dein grösster Richter.
Stehst du oft da und hast das Gefühl, du bist nicht genug.
Glaubst du, dass es noch dieses und jenes Zertifikat braucht.
Damit du tun kannst, was du tun möchtest.
Bist du voller Zweifel und siehst nicht, was du alles schon geschafft hast.
Siehst du Mängel, wo andere schon lange ihre Medaille abholen würden.
Treibst du dich an, noch mehr zu tun und noch besser zu werden.

Dabei …
Hast du alles in dir, was du brauchst.
Du bist fantastisch, grossartig und so vieles mehr.
Du bist die Muse, nach der du suchst.
Mit deiner Art, mit deinem Wesen, mit deinem Sein.
Du bist die Quelle deiner Ideen und Träume.
Denk immer daran: Du bist die Königin in deinem Reich.
Heute. Morgen. Immer.

No smint, no kiss.

Gehen ON cloud ist schon lange vorbei, denkt sie. Und schmettert ihm ein wütendes «Ich bin raus!» entgegen. Während er dasteht und sich für seine Zukunft ein Zuhause baut, zersplittert die Eingangstür in 1000 Teile. Im Falle eines Falles, klebt UHU wirklich alles. Doch hier versagt er. Also nichts wie los. Mit «das Auto» zum Baumarkt. Es gibt immer was zu tun. Der Heimweg macht Schlangenlinien und führt bei «Ich liebe es» vorbei. Abends will er News anders sehen und gönnt sich dazu bitte ein Bit.

Das war jetzt nicht die feine englische Art, denkt er sich. Er weiss aber auch: Yes we can. Just do it. Und gönnt sich ein Amicelli. Unendlich geniessen ist angesagt. Damit er wieder durchstarten kann, mit der Kraft der zwei Herzen. Seine neu gewonnene Single-Zeit überbrückt er mit Keksen. In Bahlsen steckt viel Liebe drin. So langsam macht sich diese Liebe bemerkbar. In mehr Körperumfang. Bosch hat die Lösung, heisst es doch. Ob es ihm gelingt, wieder ein ganzer Kerl zu werden? Ein Automobil mit Charakter muss her. Also hin zu where money lives. Sein Ein für Alles? Denkste. Er merkt beim ersten Satz des Bankberaters: Da bist du nicht bei the care company. Er wünscht sich nach Hause in seine Wände zum Wohlfühlen. Denn es gibt viel zu tun, packen wir’s an. Vielleicht sogar mit dem Tiger im Tank. In welchem Tank? Den Chrysler kriegt er nicht und das Auto gehört ihm auch nicht mehr. «Willkommen im Leben», sagt er sich. Giesst sich einen Fernet Branca ein. Man sagt, er habe magische Kräfte. Inspired by your dreams läuft er los. Und macht es wie Galileo. Sehen. Staunen. Verstehen. Was sein Gammon heute bewirkt. Ganz nach «Mit diesem Duft kann Dir alles passieren», steht ein wunderbares Wesen vor ihm. Und meint: «Freundin? Wer eine hat, kann sich freuen. Hast du?» Normal ist das nicht, denkt er sich. Aber es ist ihm grad wurscht. Er nimmt sie in den Arm und gibt ihr ein Küsschen. It’s time to change. O2 can do. Er auch.