Das Ding mit der Sprache

“Unscharf? Wie jetzt, unscharf? Nein, ich finde dich nicht unscharf. Höchstens ein bisschen weichgezeichnet. Aber bestimmt nicht unscharf.” “Das kann man jetzt verstehen, wie man will”, war die Entgegnung. Ich überlege mir noch, was an meiner Aussage denn jetzt anders auszulegen ist. Als schlicht und einfach die Tatsache, dass das Bild ok ist. Was beim Empfänger aber scheinbar nicht so ankommt. Und so ist es oft. Der eine sendet aus, der andere empfängt. Continue reading

Gesichtergeschichten

Die Bahnstrecke von Wetzikon nach Zürich ist mir nicht vertraut. Umso mehr geniesse ich den Ausblick. Vorbei an saftig grünen Wiesen, schmucken Bauernhäusern, idyllischer Landschaft. Auch das ist Zürich – es gibt nicht nur das laute, lärmige, überfüllte. Das erwartet mich erst am Hauptbahnhof. Rushhour, jeder einzelne Platz ist besetzt. Ich mag es. Nicht, weil ich partout mit jeder Person Körperkontakt will (im ÖV ist der natürliche Höflichkeitsabstand völlig inexistent).  Continue reading

Alle haben eine Meinung – ich auch.

Oder: Am Ende wäre es sogar positiv.

Ja, es gibt sie: Menschen, Veranstaltungen, öffentlich rechtliche Radiosender, die Spendenaktionen als Mittel zum Zweck benutzen. Gute Taten werden dafür missbraucht, Publicity und Selbstbeweihräucherung zu betreiben. Die Zeitachse bewegt sich auf Weihnachten zu und parallel dazu wächst die Anzahl der Bettelbriefe, Spendenanfragen und öffentlichen Aktionen. Continue reading

Bus Nummer 25

Kichernd sitzen sie in der hintersten Reihe. Sie unscheinbar und leise zu nennen, wäre völlig verfehlt. Jede Person die einsteigt, widmet ihre Aufmerksamkeit zuallererst der hintersten Reihe. Ich auch. Hübsche Mädels sind es allesamt. Schlank, langbeinig, wohlproportionierte Brüste, langes, glänzendes Haar. So, wie die Mädchen heute einfach sind. Ich wundere mich, wie so was möglich ist. Was hat die Menschenkörper in den letzten Jahren so einheitlich werden lassen? Oder fällt mir einfach nur dieser eine Typus auf? Continue reading