Hallo Welt!

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Mit offenen Augen und Ohren durchs Leben wandern. Kleine Dinge sehen. Wahrnehmen. Und daraus Alltagsgeschichten formen. Manchmal frei erfunden. Hin und wieder selbst erlebt. Viel Spass beim Schmökern und Zeit vergessen.

Er … warten

Manchmal, da erweist man Menschen einen Dienst, tut ihnen einen Gefallen. Unterstützt sie in einer schwierigen Situation oder öffnet Tür und Tor für lukrative Geschäfte. Das tut man, weil man will. Sei es im Privaten oder im Beruflichen. Ich gehör auch zu den Menschen, die unglaublich gerne Türen öffnen. Und ungeheuer gerne geben. Diese Weltretter-Mentalität hockt irgendwie in meinen Genen. Dabei bin ich weder berechnend noch tue ich etwas, weil ich eine Gegenleistung dafür erwarte. Sondern schlicht und einfach, weil ich will. Eigentlich … Continue reading

Spiegelbilder

Special Effects zieren den Himmel. Unzählige Wolken in facettenreichen Grautönen lassen es regnen. Der Wind rauscht durch die Blätter und die Grashalme wiegen sich im Takt. Ein missmutiger Tag, der viele in ihren Wohnungen behält. Ein paar wenige nur, die ihm trotzig die Stirn bieten und sich aufmachen, die Natur trotzdem, oder gerade deswegen, zu geniessen. Ich selbst mag graue Tage. Weil sie dazugehören. Weil es auch den Regen braucht, dass die Natur gedeiht. Dass Blätter saftig grün strahlen, die Blumen in die Höhe schnellen.

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Napf – kleine Schätze überall

Durchzogen und trüb begrüsst mich der Sonntag. Was mich jedoch nicht davon abhält, meinen Plan in die Tat umzusetzen. Heute steht der Napf auf meinem Programm. Ein Berg, den ich eigentlich mehr vom Umfahren kenne, als gefällige Rennradtour, bei der man in ganz verschiedene Welten eintaucht. Heut ist nicht das Rennrad mein Gefährt. Meine Beine sollen mich nicht um, sondern auf den Gipfel tragen.

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Heiligkreuz – verzaubert

Es muss nicht immer die grosse Bergtour sein. Für einmal hab ich mir ein ganz anderes Draussenerlebnis ausgesucht. Heiligkreuz im Entlebuch. Ein Kraftort, der uns an diesem wunderbaren Samstag mit geballtem Charme und einladender Wärme empfängt. Wir stehen in einer Ecke der Schweiz, wie man sie in einem Bilderbuchkatalog «verträumte Orte» zeigen würde. Continue reading

Heute bin ich kein Freeclimber

Ich schau mir oft und gerne YouTube-Filme passionierter Kletterer an. Wie sie an einem Finger am Abgrund hängen und es dabei noch schaffen, in die Kamera zu grinsen. Wie sie behände und flink, einen Zug nach dem anderen, die Felswände erklimmen. Mich begeistert die Wendigkeit, die mentale Stärke, der Fokus, das unglaubliche Körpergefühl, das solche Menschen in sich tragen. Es fasziniert mich, wozu ein Mensch fähig ist, wenn er wirklich will. Grenzen setzt man sich im Kopf, heisst es… Continue reading

Wetterwechsel

Eine Dame in meinem Alter. Die Haare etwas zu sehr blondiert. Die dunklen Augenbrauen stehen wie Gewitterwolken über ihren warmen braunen Augen. Der Lippenstift harmoniert mit der Farbe ihrer knallpinken Arbeitsbluse und macht das Barbie-Klischee perfekt. Noch bevor ich meine Füsse und schweissnassen Hände richtig auf dem Zahnarztstuhl drapiert habe, ist mein Urteil beschlossene Sache. Ich lese den Namen auf dem Schild und höre das leicht akzentuierte Deutsch – und meine ach so grossherzige Gesinnung verschwindet im Dickicht der Instrumente, die da bedrohlich auf ihren Einsatz warten. Continue reading

Jeder Schritt führt vorwärts

Schweden liegt einen Monat zurück. Noch immer flimmern die Bilder in meinem Kopfkino über die Leinwand. Es war zu schön. Drei Tage, in denen mich unzählige Gefühle besucht haben. Mal war es pures Glück, dann wieder schiere Verzweiflung. Gefolgt von einem Nervenspannen, das mich fast zerrissen hat. Doch, das grösste aller Gefühle, das ich an der Westküste Schwedens erlebt habe, war Dankbarkeit. Endlose, unfassbare, grossartige Dankbarkeit.

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Unterwegs

Unterwegs – das bin ich gerne. Mein erster Gedanke heute in der Früh. Ich sitz da, schlürfe meinen Kaffee und frage mich, warum wir «unterwegs» sagen. Müsste es nicht «überwegs» heissen oder «aufwegs». Denn, unter gehen wir selten bis gar nie. Obwohl es sich vielleicht hin und wieder so anfühlt als ob… Am Ende des Tages gehen wir auf dem Weg oder über den Weg. Unter den Weg schaffen es Menschen, die unter Tag arbeiten – im Kohlewerk, in einer Miene, im Tunnelbau.

Wie komm ich überhaupt dazu, gleich nach dem Aufstehen gedanklich bereits wieder unterwegs zu sein. Die Antwort ist simpel. Man hat mich auf den Namen meines Blogs angesprochen. «Bergzicke». Und teilte mir mit, dass ich ihm, dem Blog, vielleicht einen total falschen Namen gegeben hätte… Die «Zicke» nach dem Berg verleitet zu dieser Aussage. Ich fühle mich – franchement – etwas gebauchpinselt, dass man mich nicht so wahrnimmt. Warum «Zicke»? Nun gut, zum einen nannte man die Ziege früher wirklich Zicke. Und die Vierbeiner sind geländegängig und meistens draussen unterwegs. Da sind schon Parallelen auszumachen. Zum anderen aber auch, weil ich nicht ausschliesslich gut gelaunt, freudig, humorvoll und charmant durchs Leben gehe. Ich habe meine dunklen Momente. In denen ich mich verliere, schlechte Laune habe, gereizt, rastlos und ruhelos bin. Und wenn mir dann jemand auf die Pelle rückt, dann wird auch aus mir eine Zicke. Ist das schlecht, verwerflich? Oder schlicht und einfach menschlich? Hin und wieder entgleisen mir die Gesichtszüge und auch die Worte. Dabei werde ich nicht ausfällig oder gemein. Wie sagt man so schön «C’est le ton qui fait la musique». Ich wechsle dann halt in eine disharmonische Tonlage. Eine Eigenheit, auf die ich nicht sonderlich stolz bin. Ich finde es nicht lässig, wenn ich mal wieder PMS-mässig durch die Gegend donnere. (Nein, das M ist kein Schreibfehler. Zumindest die Damen unter euch wissen, wovon ich schreibe.) Und trotzdem, gehört auch dieser Teil zu mir. Vielleicht kann man das so sehen: Die Geige allein mag für viele kein Genuss sein. Ist sie jedoch Teil eines Orchesters, wird in eine Komposition eingebettet und trägt dazu bei, dass aus einzelnen Fragmenten das Grosse Ganze wird, dann will man nicht auf ihren Klang verzichten. Soll ich aus der Zicke jetzt eine Geige machen?